Über uns

Der Verein MatriaVal e.V.

Der Verein MatriaVal e.V. befasst sich mit matriarchalen Gesellschaften und matriarchalen Werten. Das Val im Vereinsnamen kommt von val=value (Wert).

Matriarchale Gesellschaften sind Gesellschaften in Balance, sie sind der Natur zugewandt, in allen Bereichen friedfertig, Frau und Mann achten einander und das Alter wird hoch geehrt. Mütter stehen im Zentrum und das mütterliche Prinzip des Nährens und der Fürsorge ist die Grundlage für die gesamte gesellschaftliche Struktur. Weltweit existieren zahlreiche matriarchale Gesellschaften.

Unser Verein wurde gegründet, um diese Kultur, die es einst überall auf der Welt gab, zu unterstützen und ihre Werte in unseren Alltag herein nehmen zu können. Wir tun dies in Initiativen und Projekten wie: Godeweg, Zeitung MATRIAVAL, Mutterland-Stiftung, Akademie ALMA MATER, Matria-Markt, Archiv Matria-Wis, Godenetzwerk und dem Rat der Großmütter.
GründungDer Verein zur Unterstützung matriarchaler Gesellschaften und Vermittlung matriarchaler Werte wurde am 19. Oktober 2006 in Frankfurt am Main von Gudrun Frank-Wissmann, Dr. Heide Göttner-Abendroth, Dr. Malika Grasshoff, Siegrun Laurent, Uschi Madeisky, Dagmar Margotsdotter-Fricke, Dr. Christa Mulack, Gudrun Nositschka gegründet.
VorstandUschi Madeisky
Dagmar Margotsdotter-Fricke
Daniela Parr


Zwei Weltkongresse für Matriarchatsforschung gingen der Gründung voraus:

2003 Gesellschaft in Balance
Dieser Kongress fand in Luxemburg statt und ermöglichte WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt, ihre Forschungsergebnisse in matriliniearen, matrifokalen und matriarchalen Gesellschaften vorzustellen. Darüber hinaus tauschten sie sich aus, wie eine gewaltfreie und alles Leben auf der Erde respektierende Gesellschaftsordnung zu erzielen sei.
(Leitung: Dr. Heide Göttner-Abendroth, Internationale Akademie HAGIA)

2005 Societies of PeaceDie Friedfertigkeit dieser Gesellschaften waren ein Schwerpunkt beim 2. Weltkongress in Texas, wo neben internationalen WissenschaftlerInnen viele VertreterInnen aus den Matriarchaten selbst anwesend waren und aus ihren Kulturen berichteten: Khasi (Indien), Minangkabau (Sumatra), Tuareg (Nordafrika), Mosuo (China), Juchitán (Mexiko), Arkan (Afrika), Irokesen (USA), Maori (Neuseeland), Kabylen (Algerien).
(Leitung: Dr. Heide Göttner-Abendroth, Internationale Akademie HAGIA,
und Genevieve Vaughan, Center for the Study of the Gift Economy, Austin)

Während dieses Kongresses stellten wir fest, dass die Vertreterinnen aus den verschiedenen Matriarchaten meist nichts von der Existenz der anderen wussten. Die meisten glaubten, es sei nur ihre eigene uralte Tradition, keine andere Gemeinschaft lebe wie sie und niemand sonst würde sich dafür interessieren. Durch das Zusammentreffen auf den Kongressen konnten sie feststellen, dass sie nicht alleine sind. Dies war der Beginn einer fruchtbaren Vernetzung, Unterstützung und Stärkung.
Leider wurde auch deutlich, dass die nach matriarchalen Werten und Traditionen lebenden Gesellschaften in ihrer Existenz durch das Patriarchat zunehmend bedroht sind. Unter anderem durch Globalisierung, Missionierung, Amerikanisierung, Massenmedien und Tourismus.
Dem wollen wir durch unsere Vereinsarbeit entgegenwirken und dabei das matriarchale Bewusstsein und matriarchale Lebensweisen allerorts bewahren und stärken durch:

- Vernetzung von Menschen und Gruppen aus matriarchalen Gesellschaften
- Vernetzung von ForscherInnen
- Aufbau von Lebensmodellen und Projekten, in denen matriarchale Werte gelebt werden
- Matriarchales Wissen in die Öffentlichkeit tragen durch Filme, Bücher, Ausstellungen, Zeitschriften, Fernsehen, Hörfunk, Kongresse, Tagungen, Workshops und Veranstaltungen
- Bibliothek und Archiv mit Büchern, wissenschaftlichen Arbeiten, Filmen, Audioprodukten und Kunst zu diesem Gebiet
- Unterstützung und Aufbau von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen in matriarchalen und nicht-matriarchalen Gesellschaften